Fülle – innerer und äußerer Reichtum

Viele von uns Menschen gehen zur Arbeit oder gründen Unternehmen, um etwas dafür zu bekommen: Geld, Erfolg, Anerkennung, ein angenehmeres Leben, mehr Ansehen, weniger Sorgen und noch einiges Andere mehr. Für all das sind wir oft bereit, hart zu arbeiten, über unsere Grenzen zu gehen und manchmal auch Dinge zu tun, die nicht tief stimmig in uns sind.

Kurz gesagt, wir geben einen Großteil unserer Energie, um etwas von außen zu erhalten, mit dem wir uns dann besser fühlen wollen als vorher.

Viele unter uns sind schon so weit, dass sie etwas „Sinnvolles, Erfüllendes“ tun wollen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen und Einige sind auch nicht mehr bereit, ihre ganze Energie zu geben um dann nur ausgelaugt zu sein. Es soll leicht gehen und doch zur inneren und äußeren Fülle führen.

Doch solange wir aus der Haltung des „Haben-Wollens“ kommen, das heißt, dass wir etwas von außen bekommen möchten, das uns dann zur inneren Fülle und Wohlstand führt, sind wir meiner Meinung nach auf dem falschen Weg.

Diese Haltung kommt meist aus einem unausgeglichenen Solarplexus-Chakra ohne gestärkte Basis.

Wenn wir zu wahrer Fülle gelangen wollen, zu wahrem Reichtum, im Inneren und im Äußeren, dürfen wir uns vom „Haben-Wollen“ zum „Geben und Überfließen“ verändern.

Die Frage ist also nicht: „Was kann ich erreichen oder bekommen? „sondern: „Was habe ich der Welt zu geben?“

Wir dürfen unsere eigene Fülle finden und entwickeln, die Fülle, die bereit ist überzufließen und uns und die Welt zu nähren.

Erst wenn wir selbst die Fülle in uns spüren und diese nähren und pflegen, so dass sie überfließt, können wir sie teilen, hinausgeben, beitragen zum Wohle aller Wesen. Dann entsteht ein gesunder, nährender Kreislauf. Wenn wir aus unserer eigenen Fülle kommen, gibt es keinen Mangel, nur Überfluss auf allen Ebenen, der sich natürlich auch in der finanziellen Fülle widerspiegelt.

Ein sehr stimmiger Weg zur eigenen Fülle führt über die Erforschung und Entfaltung unserer 7 Haupt-Energiezentren, auch genannt Chakra. Um ein stabiles Gebilde zu erhalten, bauen wir sie von der Wurzel zur Krone auf. Nur wenn ein Baum starke Wurzeln hat, ist er stabil und kann eine schöne Krone bilden.

Daher beginnen wir beim ersten Chakra, dem Muladhara oder auch Wurzelchakra. Einer der Begriffe, und für mich der Hauptbegriff dort ist das Wort „Wunsch“. Und hierbei geht es nicht um den Wunsch, etwas zu erhalten oder zu erreichen, sondern um den ganz tiefen Wunsch in uns, dieses Leben zu leben. Es geht um das ganz große „JA“ zu uns Selbst in diesem Leben an diesem Platz, in dieser Form. Es geht darum, uns mit diesem „JA“ tief zu wurzeln, der Erde anzuvertrauen um aus diesen gesunden Wurzeln Stabilität und Nahrung in uns selbst zu finden.

Im Wurzelchakra wohnt das Urvertrauen, die Verbindung zur Herkunftsfamilie und den Ahnen auf deren Schultern wir stehen und deren Lebenskraft wir erhalten. Im 1. Chakra ist auch die Fähigkeit für uns selbst gut zu sorgen und uns bedingungslos genährt und gehalten zu fühlen von unserer großen Mutter Erde.

Die Basis allen Wachstums liegt in der Wurzel. Wenn wir diese Wurzeln annehmen, lieben und nähren, beginnt die Energie aufzusteigen und unsere höheren Chakren zu nähren. Im 1. Chakra liegt das „ICH BIN“ und damit die Einverständniserklärung, dieses Leben wie es ist anzunehmen und zu bejahen.

Belastende Situationen in der Herkunftsfamilie/Ahnenreihe oder übertragene Schuld- oder Selbst-Themen können den Fluß der Energie in diesem Chakra empfindlich hemmen. Die Lösung von Familien-Themen trägt sehr zu einer ausgeglichenen Energie und einer starken Basis bei.

Wenn der Energiefluss zum 2. Chakra auch genannt Svadhisthana oder Sakralchakra, aufsteigt und dieses nährt, kommen wir an unsere Gefühle, Talente die Schöpferkraft und Lebensfreude. Hier geht es darum, nach dem großen Ja zum Leben, zu entdecken, warum wir hierhergekommen sind, was wir ausdrücken wollen, wo unser Potenzial liegt und was wir der Welt zu geben haben. Hier liegen unsere Emotionen, die gelebt werden wollen und wir können erkennen, was im Leben uns tiefe Freude bereitet.

Um also wahre Fülle zu erreichen, die überfließt, dürfen wir uns ganz tief in uns hineinbegeben, unser aufrichtiges Ja zu diesem Leben zu finden, unsere Wurzeln annehmen, Ahnen- und Familiengeschichten klären, Vertrauen lernen und bereit sein, das Gute, das uns mitgegeben wurde, anzunehmen.

Dann sind wir eingeladen zu entdecken, was wir der Welt zu geben haben, was uns Freude bereitet, was uns leichtfällt, was der Weg unseres Ausdruckes in dieser Welt ist und wir dürfen beginnen, auch diesen ganz anzunehmen und unseren Beitrag leisten, indem wir der Welt zur Verfügung stellen, was wir ganz tief wissen, fühlen und leben.

Wenn wir beginnen, all dies zu erkennen, kann die Energie überfließen und aufsteigen zum 3. Chakra, dem Manipura oder Solarplexus-Charka. Hier liegt das Epizentrum unserer Energie. Es geht im 3. Chakra darum, die entdeckten Schätze aus dem ersten und zweiten Chakra in klare Ziele und Wünsche umzusetzen. Wir dürfen hier unseren Bereich abstecken, uns gesunde Grenzen zur Außenwelt zulegen und unsere Persönlichkeit schulen.

Ein gesundes 3. Chakra kann gut leben und leben lassen und das Symbol der friedvollen Kriegerin/des friedvollen Kriegers passt sehr gut dazu. Hier kommen wir zum „Ich will“ aber basierend auf die Ausbildung von gesunden, nährenden Wurzeln und der Erkenntnis unseres Lebenspfades mit unserem Potenzial. Dieses „Ich will“ stützt sich auf das, was wir der Welt zu geben haben und den Umgang damit, wie wir es zu unserem höchsten Wohl und dem Wohle aller Wesen einsetzen können.

Wenn die Energie weiter aufsteigt zum 4. Chakra, dem Herzchakra, auch genannt Anahata kommen wir in den Bereich der Liebe und des von Herzen kommenden Teilens in Freude. Wir haben gelernt, in uns selbst zuhause zu sein, uns zu wurzeln, unsere Potenziale und den Lebensweg anzunehmen, haben unser Energielevel erhöht und die Grenzen gesund gesetzt. Jetzt geht es darum, das zu erkennen, was wir wirklich sind und es voller Freude anzunehmen.

Die Selbstliebe ist das größte Thema des Herzens. Wenn wir uns selbst in den 3 unteren Chakren kennen- und schätzen gelernt haben, können wir beginnen, das zu lieben was wir sind. Hier entsteht wahre Fülle. Wenn diese Fülle der Selbstliebe überfließt sind wir bereit, gute Beziehungen zu leben und wahrhaft zu lieben.

 „It´s the love for yourself what you share“ sind die Worte meines Lieblings-Musikers Miten. Ich empfand es als eine große Befreiung, als ich ihren Sinn verstand. Wir brauchen nicht im Außen nach Liebe zu suchen und niemanden, der sie uns gibt. Wer sich selbst wahrhaftig liebt, kann diese Liebe überfließen lassen und mit anderen Menschen und allen Wesen teilen. Das ist die einzig gesunde Weise, zu lieben. Im Herzchakra geht es darum, in Liebe überzufließen und diese zu teilen und ein Magnet zu werden für Menschen, die ihre Selbstliebe entdeckt haben und auch bereit sind, sie zu teilen.

Hätten wir alle diese tiefe Liebe zu uns selbst und was wir sind, könnten wir aufhören so viel von unseren Partnern und Mitmenschen zu erwarten, was sie in uns füllen sollen. Wir können uns selbst nähren und im Überfluss daraus mit Anderen von Herzen teilen.

Wenn die Energie der Liebe aufsteigt und das 5. Chakra, Vissudha erreicht sind wir soweit, all diese Fülle, die wir in uns spüren, auszudrücken. Das Hals-Chakra liebt die Kommunikation, es drückt aus und zeigt, was wir im 2. Chakra als „uns Selbst“ erkannt haben.

Hier lebt die Kreativität und wenn die unteren 4 Chakra gut fließen, fällt es uns leicht, unsere Talente und Fülle der Welt mitzuteilen und uns einzubringen. Hier entstehen gute Kontakte und nährende Gespräche. Hier zeigen wir uns der Welt, mit allem was wir sind und anzubieten haben.

Die Energie erreicht jetzt das 6. Chakra, genannt Ajna, Stirnchakra oder auch 3 Auge. Dort sind unsere Sinne zuhause. Die Begriffe um die es in diesem Bereich geht sind: Wahrnehmung, Klarheit, Präsenz, Weitblick, Intuition, Visualisation u.a.

Im 6. Chakra geht es darum, zu erkennen, dass wir geistige Wesen sind, die eine tiefe Wahrnehmung haben, was vorgeht. Mit allen Sinnen können wir die Welt erfahren und beginnen, zu verstehen, warum wir hierhergekommen sind, wie die Zusammenhänge sind und dass es kein Getrenntsein gibt, sondern wir alle Eins sind. Wenn wir dies verstanden haben, gibt es kein Konkurrenzdenken mehr. Vielmehr geht es darum, uns selbst vollkommen zu leben und auszudrücken, um unseren Beitrag zum großen Ganzen zu leisten, zum Wohle aller Wesen und der Welt.

Eine große Klarheit darf entstehen, wie wichtig jeder Einzelne im großen Bild ist und wie wertvoll jedes einzelne Licht im göttlichen Orchester ist. Wenn jeder bereit ist, sein Licht und seine Schwingung beizutragen, entsteht ein wahrhaft göttliches Werk.

Und so können wir uns im 7. Chakra, genannt Sahasrara oder Kronen-Chakra nach oben mit dem Göttlichen verbinden, tiefen Frieden finden, Spiritualität leben und tiefe Erfahrungen des „All-Eins-Sein“ machen. Das Kronen-Chakra verbindet uns mit der kosmischen, göttlichen Ebene und erzeugt ein tiefes Wissen, dass für uns gesorgt ist und wir ein Teil des großen Ganzen sind. Hier lösen sich die Grenzen des Irdischen auf und ein höheres Bewusstsein ist möglich.

Der Weg zur inneren und äußeren Fülle ist also ein Weg der Selbsterkenntnis. In der tiefen Zuwendung zu den einzelnen Energiebereichen und der Lösung der Blockaden in jedem Einzelnen liegt ein großes Potenzial. Wenn die Energie frei fließen kann, von der Erde zum Himmel und vom Himmel zur Erde, leuchten wir in unserem eigenen Licht und eine große Strahlkraft entsteht. Wenn wir dann bereit sein, uns hineinzugeben ins Leben und unseren individuellen Beitrag zu leisten entsteht Fülle und Ganzheit, im Innen und im Außen!

Namasté

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